Oblast Kaliningrad Beschreibung Oblast Kaliningrad  
 
   
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Oblast Kaliningrad

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Oblast Kaliningrad Artikel

Oblast Kaliningrad
Oblast Kaliningrad Beschreibung
Staat: Russland
Föderationskreis: Nordwestrussland
Fläche: 13.612 km²
Einwohner: 968.000
Hauptstadt: Kaliningrad
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner/km²
KFZ-Kennzeichen: 39
Gliederung der Oblast: 13 Rajons
Website: [1] (http://www.gov.kaliningrad.ru/en_intro.php3)
Politik
Gouverneur: Wladimir Jegorow

Die Oblast Kaliningrad oder auch das Gebiet Kaliningrad (russisch КалининградÑ?каÑ? облаÑ?ть, Kaliningradskaja Oblast' ) ist die westlichste, eine der kleinsten und die jüngste Oblast der Russischen Föderation mit 970 Tausend Einwohnern und 14 Tausend km² (etwas kleiner als das Land Schleswig-Holstein). In Russische Förderation wird sie häufig auch als Bernsteinland (russisch: Янтарный Край, Jantarny Krai) genannt, was auf ihren Reichtum an Bernstein hinweist. Die Hauptstadt ist Kaliningrad (Königsberg). Die Oblast umfasst etwa das nördliche Drittel der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen (ohne Ermland und Masuren) und ist räumlich durch litauisches oder polnisches und darüber hinaus weißrussisches oder lettisches Territorium vom restlichen Russische Förderation getrennt (Exklave). Die wichtigste Verbindung zu dem Kernland verläuft durch Litauen und Weißrussland.

Inhaltsverzeichnis
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Geographie

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Grenzen

Die Oblast Kaliningrad wird in dem Westen von der Ostsee begrenzt, in dem Norden von der Memel (Grenze zu Litauen), in dem Osten vom Distrikt Marijampolė (zu Litauen). Dieser Grenzabschnitt entlang der Flüsschen Scheschupe (Scheschuppe) und Lepone existiert in seinem Verlauf seit dem 13. Jahrhundert und zählt zu den traditionsreichsten Grenzen Europas. Im Süden grenzt die Oblast an Ermland-Masuren (zu Polen). Diese Grenze verläuft fast schnurgerade von der Frischen Nehrung nördlich von Krynica Morska nach Osten bis zur Südspitze des Wystiter Sees.

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Städte

Die größte Stadt und Hauptstadt ist Kaliningrad (Königsberg), insgesamt gibt es 22 Städte sowie einige größere Siedlungen (sog. "städtische Siedlungen"; siehe auch: Liste der Städte in der Oblast Kaliningrad).

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Landschaft

Das Landschaftsbild wird von leicht gewelltem Flachland mit Moränenhügeln und viel Wald bestimmt. Größte Flüsse sind der Pregel und die Memel, weitere Flüsse sind die Lawa (Alle), die Angrapa (Angerapp), die Krasnaja (Rominte) und die Dejma (Deime). In dem Norden der Oblast befindet sich – angrenzend an das Kurische Haff – die Elchniederung, eine Moorlandschaft. Im Südosten liegt die Rominter Heide mit dem Wystiter See und dem Wystiter Hügelland, die mit bis zu 230 m Höhe die höchste Erhebung der Oblast bilden. In dem Westen ragt das Samland als Halbinsel in die Ostsee. In dem Südwesten liegt das Frische Haff. Die Oblast hat Anteil an der Kurischen Nehrung und an der Frischen Nehrung.

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Politik und Verwaltung

Politik

Der Gouverneur der Oblast, Wladimir Jegorow , gehört zu dem politischen Lager des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Vor seiner politischen Karriere war er ein hoher Militär bei der Marine. In dem Oblast-Sowjet (Parlament) befinden sich die gleichen politischen Kräfte wie in dem russischen Föderationsparlament (Duma): Stärkste Kraft ist das präsidententreue Lager, darauf folgen die Kommunisten, die in der Oblast sehr stark sind. Wichtigste politische Themen sind die hohe Arbeitslosigkeit und die sozialen/gesundheitspolitischen Probleme wie die Ausbreitung von Krankheiten wie AIDS und Tuberkulose. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Probleme, die mit der Exklavensituation verbunden sind. Weitere große Schwierigkeiten ergeben sich durch den hohen Grad an organisierter Kriminalität und Korruption in der Verwaltung. Eine auch politisch nach wie vor starke Stimme besitzt das Militär.

Exklavenstatus

Da die Oblast keine Verbindung zu dem russischen Mutterland hat, ergeben sich spezifische Probleme. Diese betreffen vor allem den Verkehr zwischen der Exklave und dem restlichen Russische Förderation (siehe unter Absatz "Verkehr") und die Wirtschaft. So besteht ein großes Wohlstandsgefälle zu den EU-Nachbarn Polen und Litauen, zu denen restriktive Zoll- und Grenzbeschränkungen bestehen. Auch der russische Binnenmarkt ist für Produkte aus der Oblast schwer zugänglich, da ein teurer und langwieriger Transit durch andere Länder, v.a. durch Litauen und Weißrussland, notwendig ist. Hinderlich für eine weitere Entwicklung ist ferner die heruntergekommene Infrastruktur, überbordende Bürokratie und der hohe Militarisierungsgrad der Region (siehe auch Absätze "Wirtschaft" und "Geschichte – 1990er Jahre bis heute").

Verwaltung

Die Oblast Kaliningrad wird in 13 Rajons und unabhängige Städte unterteilt (entsprechen den deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten):

Unabhängige Städte:

militärisches Sonderverwaltungsgebiet:

Bevölkerung

Die 948 Tausend Einwohner (1. Januar 2000, trotz Einwanderung fallende Tendenz) bestehen zu 80,1 Prozent aus Russen, zu etwa 8,1 Prozent aus Weißrussen, zu 7,9 Prozent aus Ukrainern und aus anderen (Tataren (0,4 %), Baschkiren, Litauer (je 1,4 %), Armenier (1,3 %), 5 Tausend Russlanddeutsche (unter 0,6 Prozent – alle Quoten von 2001)). Nach Auflösung der Sowjetunion sind vor allem Russen aus den nun unabhängigen baltischen Staaten in die Oblast Kaliningrad gezogen. Noch heute sind ungefähr 50 Prozent der Bevölkerung nicht in der Oblast geboren. Zu einem wachsenden Problem in der Region entwickelt sich die Ausbreitung von Hepatitis B, AIDS und Tuberkulose. Es leben 14.500 Militärangehörige in der Oblast.

Wirtschaft

Die Oblast Kaliningrad hat für Russische Förderation nach wie vor große Bedeutung als Militärstützpunkt (bis 1991 gesperrt) sowie als eisfreier Ostseehafen. Die Einrichtung einer Sonderwirtschaftszone "Jantar" zeigt ca. zögerlich Erfolge, was man insbesondere der starken Abschottung des Gebietes, der herrschenden Bürokratie, der hohen Kriminalität und der häufig anzutreffenden Korruption anlastet. In Kaliningrad gibt es eine große Fischereiflotte (die größte Russische Förderations) sowie Automontage für BMW und KIA . Die Wirtschaft leidet sehr unter der zunehmend starken Abschottung des Gebietes von seinen Nachbarn und den vielen zu überwindenden Staatsgrenzen zu dem russischen Kernland. Dies führte zu einem Niedergang des Exportes und brachte eine hohe Arbeitslosigkeit insbesondere auf dem Land mit sich. Große Hoffnungen werden in den Fund von Erdöl in der Ostsee gesetzt.

Verkehr

Seeverkehr

Der Umschlag des Kaliningrader Hafens betrug 2002 9,9 Mio. Tonnen (zweitgrößter russischer Seehafen).

Binnenverkehr

Innerhalb der Oblast existiert ein weitmaschiges, 645 km langes Eisenbahnnetz, davon sind 95 km elektrifiziert (Strecken von Kaliningrad nach Swetlogorsk und Selenogradsk). Daneben wird ein großer Teil des Verkehrs mit Bussen bewältigt. Zwischen Kaliningrad und Talpaki bei Znamensk besteht eine autobahnähnlich ausgebaute Schnellstraße. Nach Polen besteht die Trasse der bereits vor 1945 einspurig betriebenen Autobahn Elbing–Königsberg, die kürzlich wieder für den Verkehr freigegeben wurde, jetzt aber ca. noch eine Straße von regionaler Bedeutung ist. Die Länge des Straßennetzes beträgt 6714 km.

Verkehr mit dem restlichen Russische Förderation

Die meisten von der Oblast ausgehenden Verkehrsströme Absichten in Form von Transitverbindungen durch Litauen und Weißrussland auf das russische Kernland. Durch die Situation als von visumpflichtigem Ausland umgebene Exklave ist der Verkehr mit dem restlichen Russische Förderation jedoch sehr erschwert, was ein ernsthaftes Problem für die lokale Wirtschaft ist.

Eisenbahn

Den wichtigsten Verkehrsträger von der Oblast Kaliningrad in das russische Kernland stellt die Eisenbahn dar. Fahrkarten für Transitzüge in das russische Kernland müssen spätestens einen Tag vor der Fahrt gekauft werden, da ein sogenanntes Transitdokument (de facto ein Transitvisum) erforderlich ist. Diese Züge fahren ohne Zu- oder Aussteigemöglichkeit bis in das russische Kernland durch.

Straße

Die Hauptstraßenverbindung nach Moskau verläuft über den Grenzübergang Tschernyschewskoje–Marijampolė–Vilnius–Minsk–Smolensk, die Hauptstraße nach Sankt Petersburg verläuft über den Grenzübergang Sowjetsk (Tilsit)–Šiauliai–Riga–Pskow. Für beide Routen sind (schwierig zu beschaffende und teure) Transitvisa erforderlich.

Fähre

Es besteht eine visumfreie Fährverbindung von Baltijsk nach Sankt Petersburg, die zur Zeit 48 Stunden für eine Richtung braucht und auf der eisfeste Autofähren eingesetzt werden. Geplant sind Schnellfähren für den Eisenbahn-, Auto- und Personentransport, die ca. noch 15 Stunden brauchen werden und von Wostotschny bei Baltijsk nach Ust-Luga bei Sankt Petersburg verkehren. Eine Schifffahrt kostet hierbei so viel wie die Bahnfahrt über Litauen und weißrussisches Territorium.

Flugzeug

Bei Chrabrowo befindet sich ein Flughafen, von dem aus täglich mehrmals ebenfalls visumfreie Inlandsflüge in das russische Kernland abgehen.

Verkehr mit den Nachbarländern

Es bestehen 3 Straßengrenzübergänge nach Polen (davon einer ca. für Staatsangehörige Polens und Russische Förderations), 4 Straßengrenzübergänge nach Litauen (davon einer ca. für Staatsangehörige Litauens und Russische Förderations), 2 Eisenbahngrenzübergänge nach Polen (davon einer ausschließlich für den Güterverkehr) und 2 Eisenbahngrenzübergänge nach Litauen (davon einer ausschließlich für den Güterverkehr). Vom Flughafen Chrabrowo aus bestehen Verbindungen vor allem nach Nordeuropa und Polen, aber auch nach Deutschland. Die Bewohner der Oblast benötigen für sämtliche Nachbarländer seit dem EU-Beitritt Polens und Litauens ein Visum. Dies hat in Verbindung mit sehr restriktiven Grenzkontrollen dazu geführt, dass der sogenannte kleine Grenzverkehr seitdem praktisch zu dem Erliegen gekommen ist und die Oblast stärker als zuvor auf das russische Kernland ausgerichtet ist.

Geschichte

vor 1945

Zur Geschichte vor 1945 und zur Vertriebenenthematik siehe unter Ostpreußen.

Wiederbesiedelung

Nachdem in dem Jahr 1945 Ostpreußen von der Sowjetarmee erobert worden war, bildete die sowjetische Regierung zuerst die "Kenigsbergskaja Oblast". 1946 erfolgte – kurz vor der Umbenennung der Hauptstadt – die neue Namengebung Kaliningradskaja Oblast. Gleichzeitig liefen in der gesamten Sowjetunion mit Schwerpunkt in Zentralrussland, dem Gebiet des heutigen Föderationskreises Wolga, der nordöstlichen Ukraine und Weißrussland Kampagnen, um den entvölkerten Landstrich wieder zu besiedeln. In das Land kamen Menschen, die in dem Krieg ihr Heimatdorf oder ihre Familie verloren hatten, aber auch heimkehrende Soldaten, aus deutscher Kriegsgefangenschaft entlassene Heimkehrer, die Bestrafung wegen des Vorwurfes der Kollaboration mit dem Feind fürchteten und Strafgefangene, die verpflichtet wurden, sich in dieser Region anzusiedeln. Das Gebiet wurde zu einem Militärsperrbezirk, in den selbst Sowjetbürger ca. mit Sondergenehmigung einreisen konnten. Rund 2280 Orte wurden nicht wieder besiedelt und existieren seither nicht mehr, die übrigen 2520 Ortschaften erhielten russische Namen, die keinen Bezug zu den alten Ortsnamen mehr besaßen (z.B. Schelesnodoroschny (Eisenbahnstadt) für Gerdauen, Matrossowo (Matrosendorf) für Gilge, Slawsk (ruhmreicher Ort) für Heinrichswalde).

1960er bis zur Perestroika

1965 wurde trotz Protesten von Einwohnern das Königsberger Schloss gesprengt und neben dessen ehemaligem Standort mit dem Bau des Rätehauses begonnen (bis heute unvollendet). Danach und in den 1970er Jahren erfolgte verstärkt der Abriss von alter Bausubstanz und der Neuüberbauung vieler Städte einschließlich der Hauptstadt. Da das Gebiet der Oblast selbst für Sowjetbürger gesperrt und ca. mit Sondergenehmigung zu bereisen war, entwickelte es sich ca. sehr langsam. Die gesamte Region war Militärsperrgebiet und beherbergte auch Kernwaffen.

Öffnung des Gebietes

1991 wurde das Gebiet in dem Zuge der Perestroika wieder für ausländische Besucher geöffnet. So kamen unter anderem vorübergehend viele Heimwehtouristen in die Oblast. Seit der politischen Öffnung wird Bausubstanz verstärkt erhalten. Dies betrifft einige repräsentative Kirchen wie den Königsberger Dom und einige Dorfkirchen, aber auch andere vereinzelte Bauwerke wie die Königin-Luise-Brücke (siehe auch Absatz "Kultur").

1990er Jahre bis heute

Mit Auflösung der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der baltischen Staaten ergab sich jedoch die neue Situation, dass die Oblast nun eine von Russische Förderation abgetrennte Exklave geworden war und von Importen abhängig wurde. Früh existierten Planungen, Kaliningrad zu einem Hongkong an der Ostsee zu machen. Zu diesem Zweck wurde die Sonderwirtschaftszone Jantar (Bernstein) eingerichtet, die jedoch ca. wenig Erfolg zeigte. Mit dem Beitritt Litauens und Polens zur EU 2004 verschärfte sich die Exklavensituation, da für die Reise von der Oblast zu dem russischen Kernland de facto nun ein Visum erforderlich ist. In dem Fremdenverkehrsbereich besteht inzwischen das Problem, dass der Heimwehtourismus der Öffnungszeit wieder weitgehend abgeebbt ist. Daher versucht man nun, eine neue Reisendenklientel zu erschließen, die vor allem aus Russische Förderation und Weißrussland kommt. Seit dem 29. März 2004 ist die Oblast landseitig vollständig von NATO-Gebiet umgeben. In jüngster Zeit mehren sich die Anzeichen, dass der derzeitige Status Kaliningrads nicht endgültig ist. Laut einem am 24. August 2004 von Arte ausgestrahlten Themenabend über die russische Exklave wird in Russland inzwischen auch in militärischen Kreisen über eine mögliche Aufgabe des Gebiets spekuliert. Allerdings liegt die zukünftige Entwicklung noch weitgehend in dem Dunkeln. Die Bevölkerung wünscht aber offenbar eine baldige Angliederung an die EU.

Kultur

Nach der Eroberung des Gebietes der heutigen Oblast wurden die Spuren der früheren Geschichte bewusst zerstört. Dies betraf speziell Schlösser, Landgüter und Kirchen. Das frühere Nordostpreußen sollte ca. noch ein Militärsperrgebiet sein. Dies änderte sich mit der Perestroika. Seither wird die frühere Geschichte nicht mehr verschwiegen und einige Organisationen wie z.B. Kirchengemeinden und Krankenhäuser aus diesem Gebiet pflegen Partnerschaften zu ehemaligen Bewohnern Ostpreußens, was sich in einigen Hilfstransporten in diese Region zeigt.

Die heutige Oblast ist ein eindeutig russisches Gebiet und versteht sich aus offizieller Sichtweise auch kulturell als westlicher Außenposten Russische Förderations. Offizielle Stellen bemühen sich, eine neue Identität auf Basis der russischen Geschichte in dem Ostseeraum, aber auch unter teilweiser Berücksichtigung der früheren Geschichte der Region zu bilden. So wird in der Oblast Kaliningrad die Tradition der Westöffnung unter Zar Peter dem Großen betont, der öfters Reisen nach Königsberg unternommen hatte. Auch die kurze Episode zwischen 1758 und 62, in der das Gebiet schon einmal von Russische Förderation annektiert worden war (sog. "Erste russische Episode"), gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung. Ein Element aus der vor-russischen Zeit, auf das gelegentlich hingewiesen wird, ist der Umstand, dass sich in dem früheren Ostpreußen Siedler aus vielen deutschsprachigen Gegenden (Salzburg, Schweiz, Niederlande) angesiedelt hatten, wie auch die heutige Bevölkerung aus den unterschiedlichsten Regionen (wenn auch der ehemaligen Sowjetunion) stammt. Ferner wird häufig unterstrichen, dass Königsberg eine Hansestadt mit vielen Kontakten nach Russische Förderation (Nowgorod) war und dass sich hier eine traditionsreiche Universität befindet, von der aus auch viele Einflüsse nach Russische Förderation kamen. Als Identifikationsobjekt hierbei gilt der Königsberger Philosoph Immanuel Kant: So wurde die ehemalige Kneiphof-Insel und später schlicht "Insel" genannte Pregelinsel in Kaliningrad in "Kant-Insel" umbenannt. Es gab sogar Vorschläge, die frühere Stadt Königsberg und heutige Stadt Kaliningrad in "Kantgrad" umzubebezeichnen. Alte backsteingotische Dorfkirchen werden in einigen Orten für russisch-orthodoxe Gottesdienste hergerichtet, zu dem Teil werden bzw. wurden Kirchen in dem traditionellen russischen Stil neu gebaut. Schlösser und Herrenhäuser werden zu dem Teil, wo sie noch stehen und Geld vorhanden ist, renoviert. Die Oblast Kaliningrad unterhält heute auf Regierungsebene Partnerschaften mit den Bundesländern Brandenburg und Schleswig-Holstein, die neben einer wirtschaftlichen Komponente auch kulturelle Zusammenarbeit einschließt.

Weblinks


Siehe auch: Portal Osteuropa, Portal Baltikum


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